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Mit dem Beschluss der außerordentlichen Generalversammlung vom 16. Juni 2008 erhielt der Vorstand unserer Gilde die Genehmigung, eine moderne Meyton-Schießanlage installieren zu lassen. Damit findet die positive und auf eine lange Tradition zurückgehende Förderung des Schießsportes und der Ausbau der Schießsportanlagen der Lagenser Gilde ihren vorläufigen Abschluß. Es hat in Lage schon vor oder seit dem 18. Jahrhundert einen Schießplatz gegeben, und es wurde auf eine Scheibe und nicht auf einen Vogel geschossen. Nach R. Köller war der Schießplatz der Holzhof in Lage. Dafür sprechen auch die Bezeichnungen in den Kassenbüchern der Companie, in denen immer wieder Lieferungen zum Holzhof aufgeführt waren. 1819 wurde dieser Platz vom Flecken Lage verkauft.
1863 - 1889 Dem Protokoll vom 25. Mai 1865 ist zu entnehmen, dass der Kassenüberschuss der Gilde zur Anlage eines sicheren Schützenplatzes zu verwenden ist. Laut des Schützenbuches vom 14. Oktober 1860 findet das Schießen eben nicht auf einem gesicherten Stand statt, sondern auf einem Stand in den Bruchpfuhlwiesen, von dem allerdings weder Bild noch Bauplan existiert.
1919 - 1928 Bereits am 17. Mai 1919 bestand der hölzerne Scheibenstand in der Bruchpfuhlenwiese nicht mehr. Den endgültigen Verzicht auf den Schießstand machte die Gilde gegenüber dem Lagenser Magistrat von unterschiedlichen Punkten abhängig, u.a. sollte die Gilde die Berechtigung erhalten, wie in früheren Jahren, in der Eichenallee Feste zu feiern. Desweiteren sollte auf dem Scheibenstand im Berge geschossen werden. Dem wurde entsprochen. Somit wurden die Könige der Jahre 1924 und 1927 dort ermittelt, gefeiert wurde in der Eichenallee.
1928 -1933 Im Schützenprotokoll vom 9. Oktober 1928 wird auf Verhandlungen zum Grundstückserwerb und zur Anlage von Scheibenständen in der Eichenallee hingewiesen. Am 16. Mai 1929 wurde mit dem Bau eines neuen Scheibenstandes entlang der Bahnlinie begonnen. Bereits am 29. Juni 1929 erfolgte die Bauabnahme durch die Eisenbahndirektion und Baupolizei. Somit konnte das erste Mal seit 1914 der König des Schützenfestes 1929 auf einem eigenen Stand in der Eichenallee ausgeschossen werden.
1933 - 1945 Am 23.06.1937 wurde beim Kreisbauamt in Detmold um Genehmigung nachgesucht, in den vorhandenen Schießstand einen 50-m-Kleinkaliberstand einzubauen. Diesem Gesuch wurde stattgegeben. Im Jahre 1938 wurde der Stand dann nochmals um eine 25-m-Bahn erweitert. Während des Krieges wurde der Schießstand zerstört. 1945 - 1959 Zu einem Umbau des verbliebenen Schießstandes zu Flüchtlingswohnungen ist es nicht gekommen. Am 17.10.1945 wurde das gesamte Gelände als Gartenland verpachtet. 1947 wurde der Stand von der englischen Besatzungsmacht als Zeichen deutschen Militarismus in die Luft gesprengt. Bereits 1950 wurde der Grundbesitz an die Schützengilde zurückgegeben. Das erste Schützenfest fand 1952 statt, wobei der König wiederrum auf dem Schießstand im Berge ermittelt wurde.
1959 - 1986 Nach dem Neubau des Schießstandes an der Eichenallee konnte der Konig im Jubiläumsjahr 1959 bereits wieder auf dem neuen Stand ermittelt werden. Somit wurde der neue Schießstand ein Teil des Schützenplatzes.
1986 - heute Einige neue Auflagen des Kreises machten es notwendig, den Schießstand grundlegend umzubauen und zu überdachen. Im Zuge dessen wurden auch der Gesamtplatzaufbau umgestaltet und zu dem gemacht, wie wir ihn heute kennen.
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Ehrenamtliche Helfer unter der Leitung von Reinhard Beins sorgten für den reibungslosen Aufbau der neuen Meyton-Anlage. Einweihung dieser Anlage war am 15. März 2009. Auf dieser modernen Anlage ist sogar die Austragung einer Europameisterschaft möglich.
Das Offizierskorps mit Ehrengästen 1932 vor dem 1929 errichteten neuen Schießstand, dessen Platz an der Stelle des heutigen Standes war.
Einweihung des neuen Schießstandes 1959. |



